18.11.14

Als wär's ein Stück von mir - Claudia Henkel

 Mit dieser Serie wollen wir Sie - unsere Marktbesucher und Keramikinteressierten - und unsere Keramiker etwas näher zusammen bringen.

Wir haben die Künstler gebeten, Ihnen 2 Keramikstücke vorzustellen.
Zum einen, ein eigenes Werk, das eine große Zufriedenheit hervorruft. Nichts Spektuläres - lediglich sehr gelungen. Ein Stück, das genau das verkörpert (oder dem sehr nah kommt) was man anstrebt.

Zum zweiten, ein Stück von einem Kollegen aus der eigenen persönlichen Sammlung. Ein Stück, das sehr beeindruckt oder auch beeinflusst hat.

Zuckerdose von Frank Schillo und Milchkännchen von Claudia Henkel 

Auf dem Markt in Kandern standen Frank und ich mit unseren Ständen Rücken an Rücken und hatten eine nette Zeit. Wir haben nicht nur Gedanken ausgetauscht, sondern auch Keramik. 


Ich habe von ihm eine Zuckerdose gewählt und er von mir ein Milchkännchen. Stellt man sie zusammen, ergänzen sie sich auf geniale Art und Weise. Bei ihm Zuhause auf seinem Eßtisch sieht es vielleicht ähnlich aus. Er hat mir erzählt, daß seine Gäste ihn immer fragen, ob das Kännchen von ihm sei, so wie mich meine Gäste fragen, ob die Zuckerdose von mir sei. 

So ist es mir tatsächlich immer als sei es ein Stück von mir. 

Obwohl wir sehr unterschiedliche Arbeitsweisen haben und unterschiedliche Ziele, haben beide Stücke etwas Wesentliches gemeinsam. Strenge im Aufbau und in der Farbe, die durch ein freispielendes Element gemildert wird. 

Bei Frank ist es der aufgeklebte Plastikfisch und bei mir die Drehrille. Das ein schönes Beispiel dafür, wie wunderbar man Arbeiten von unterschiedlichen Keramikern miteinander kombinieren kann. Auf diese Weise kann der gedeckte Tisch zu einer Einzigartigkeit werden.

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