8.10.12

Als wär's ein Stück von mir

Mit diese Serie wollen wir Sie - unsere Marktbesucher und Keramikinteressierten - und unsere Keramiker etwas näher zusammen bringen.

Wir haben die Künstler gebeten, Ihnen 2 Keramikstücke vorzustellen.

Zum einen, ein eigenes Werk, das eine große Zufriedenheit hervorruft. Nichts Spektuläres - lediglich sehr gelungen. Ein Stück, das genau das verkörpert (oder dem sehr nah kommt) was man anstrebt.
Zum zweiten, ein Stück von einem Kollegen aus der eigenen persönlichen Sammlung. Ein Stück, das sehr beeindruckt oder auch beeinflusst hat.

Susanne Lukács-Ringel, die als Erste in dieser Reihe auftreten wird, hat ihre Gedanken so formuliert:



Als wär´s ein Stück von mir..................Ein Stück von mir........als wär´s, von mir ........als wär´s........in meinem Kopf, in meinem Herzen habe ich eine ganze Hand voll, vielleicht sogar zwei Hände voll......als wär´s ein Stück von mir "Stücke"........wenn da nicht das "wär´s " wäre. Ich fühle mich verbunden mit den Töpfen unbekannter Töpfer, die hunderte von Töpfen auf ihren Scheiben drehten, Töpfe ,die zum Gebrauch da waren, damals brauchte man ja noch Töpfe die von Hand gefertigt wurden.....damals.
Ich fühle mich verbunden mit Töpfen, den leisen,  die "je länger je lieber" heißen, sie wurden gemacht, gedreht, gebaut von Töpfern und Töpferinnen, die sich dem Handwerk und der Kunst intensiv widmeten. Ich kenne diese Töpfe von den großen Museumsausstellungen in London, Berlin, von Büchern, die ich wie Schätzte in meinem Wohnzimmerregal sammle.
Da sind Namen wie Lucie Rie, Gwyn Hanssen Pigott, Hans Coper. Ich könnte jetzt noch eine ganze Reihe Namen nennen, Namen von Töpfern, die mich nachhaltig beeindruckt haben, durch ihr Leben und Schaffen.
Da ist zum einen das Sehen mit meinen Augen, aber da ist noch etwas anderes,das sich in mir regt, wenn mich ein Topf begeistert, wenn er mich berührt, es ist etwas, das sich in Worte schwer fassen lässt. Wie ein Spüren von Seelenverwandschaft, ein Wissen über all die Arbeit, die vielen Stunden konzentrierten Schaffens, die Zweifel, und das stetige Weitergehen, auf einem Weg, der mir bekannt vorkommt. Da ist dann diese Verbundenheit, die mir für einen kurzen Augenblick den Gedanken bringt........als wärs ein Stück von mir.


Susanne Lukács-Ringel

http://www.holzbrandkeramik.de/


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